Vattenfall Verwaltungsgebäude (heute LEAG)

Standort
Vom-Stein-Straße 39, 03050 Cottbus
NF
16.500 m²
BGF
29.00 m²
BRI
90.000 m³

Baukosten
ca. 30,00 Mio.
Planung
2002 - 2003
Realisierung
2003 - 2004
Leistungsphasen
1-8

Das Zusammenwachsen bisher eigenständiger Unternehmensteile intendiert als Gestaltmotiv für das neue Gebäude die Analogie eines "Organismus", der die verschiedenen und miteinander agierenden teile in einem ganzen vereint.

Lineare Versorgungs- und Erschließungszonen vernetzen als Rückgrat die um sie geschichteten Hauptfunktionen des freigestellten Neubaus - sektoral differenzierte Bürostrukturen aus flexibel nutzbaren Raumzonen für die einzelnen Geschäftsbereiche des Unternehmens in der Sockelgeschlossen, dazu die öffentlich nutzbaren Service- und veranstaltungsbereiche. Aus diesem Rückgrat heraus erhebt sich signifikant ein Hochhaus als Kopf des Gebäudes - prägnant, aber eingebunden in den "Organismus". In seiner gestreckten Ausdehnung begleitet der Neubau die nahe Ausfallstraße und bestimmt deren Schnittpunkt an der dichter bebauten Stadtkante mit einem oval gekurvten Glasturm als Dominante und Merkzeichen. Architektur und städische Modellierung sind offen und transparent, sie sind für das neue Unternehmen ein Spiegelbild von Effizient, Offenheit und Dynamik.

Mit der Gebäuehöhe nehmen Duchlässigkeit und sichtbare tiefe der Fassaden zu, korrelierend damit nehmen die Schwere und massivität des Bauwerks analog zu den Belastungen des Tragwerks ab - kompakte untergeschobene Sockelgeschosse tragen einen langen, aus gestaffelten Geschossbändern bestehenden Glasblock, aus dem sich metallisch-gläsern der "Turm des Lichts" in die Höhe schiebt.

Eine "low-emmision"-Konditionierung erfolgt mittels Erd-/Fernwärme, einer Bauteilaktivierung und passiver Lichtumlenksysteme. Das Projekt hat sich über einen 2 stufigen Wettbewerb durchgesetzt und wurde nach einer 6 monatigen Planvorbereitung innerhalb eines Jahres errichtet.